Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kennt das Spiel: Scheint die Sonne, ist der Strom "umsonst". Ist es dunkel, zahlt man den teuren Netzpreis. Doch was wäre, wenn der Strom aus dem Netz manchmal fast geschenkt wäre - genau dann, wenn Sie ihn dringend brauchen?
Hier kommen dynamische Stromtarife ins Spiel. In Kombination mit Ihrer PV-Anlage und einem Speicher können Sie damit Ihre Stromkosten auf ein Minimum senken. Wir erklären in diesem Ratgeber, wie das funktioniert und für wen es sich lohnt.
Klassische Stromtarife arbeiten meist mit einem Festpreis pro Kilowattstunde, egal wann Sie den Strom verbrauchen. Das bietet Planungssicherheit, ist aber oft teurer, weil der Anbieter Risikoaufschläge einkalkuliert. Ein dynamischer Tarif hingegen gibt die aktuellen Börsenstrompreise (EPEX Spot) direkt an Sie weiter - zuzüglich Steuern und Netzentgelten.
Diese Preise ändern sich stündlich bzw. viertelstündlich. Morgens und abends, wenn der allgemeine Bedarf hoch ist, sind sie meist teurer. Nachts oder mittags hingegen sinken sie oft deutlich.
Gerade bei uns in Schleswig-Holstein haben wir häufig die Situation, dass an stürmischen Tagen übermäßig viel Windstrom im Netz ist. Das drückt die Börsenpreise phasenweise extrem nach unten, manchmal sogar in den negativen Bereich. Ein dynamischer Tarif lässt Sie davon direkt profitieren.
Die Kombination aus eigener Erzeugung und flexiblem Zukauf gleicht die saisonalen Schwankungen aus. Im Sommer versorgt Sie Ihre Photovoltaikanlage mit Stromspeicher weitgehend selbstständig. Der Netzpreis spielt dann kaum eine Rolle, da Sie ohnehin keinen oder nur sehr wenig Strom zukaufen müssen.
Im Winter sieht das etwas anders aus. Die PV-Anlage produziert weniger, der Bedarf für Licht und Heizung steigt. Genau hier greift der dynamische Tarif: An windstarken Herbsttagen oder in verbrauchsarmen Nachtstunden laden Sie günstigen Strom aus dem Netz.
Ohne Speicher müssten Sie Ihren Verbrauch manuell anpassen und beispielsweise die Waschmaschine nachts laufen lassen. Mit einem Stromspeicher wird das System jedoch komfortabel und automatisiert. Ein modernes, intelligentes Energiemanagement-System (HEMS) prüft die Strompreise für den kommenden Tag. Ist der Strom nachts besonders günstig, lädt das System den Speichervollautomatisch aus dem Netz und legt einen besonders günstigen „Stromvorrat“ für Sie an.
Morgens, wenn der Strom an der Börse oft teurer ist und die Sonne vielleicht noch nicht scheint, nutzen Sie dann einfach den günstigen, gespeicherten Strom aus Ihrem Akku. So profitieren Sie von Ihrem Speicher auch in der dunklen Jahreszeit, wenn er durch die Sonne allein nicht voll wird und erhalten einen wirtschaftlichen Zusatznutzen.
Damit ein Anbieter von dynamischen Stromtarifen viertelstundengenau abrechnen kann, benötigen Sie Technik, die kommunizieren kann. Die wichtigste Voraussetzung ist ein intelligentes Messsystem. Ein einfacher digitaler Zähler reicht hierfür i.d.R. nicht aus; es wird ein sogenanntes Smart Meter Gateway benötigt, das die Verbrauchsdaten sicher überträgt. Der Einbau dieser Geräte wird derzeit schrittweise ausgerollt und ist bei neuen PV-Anlagen oft schon Standard.
Zusätzlich müssen Ihr Wechselrichter und der Speicher Ihrer Photovoltaik-Anlage kompatibel sein, um die Signale des Anbieters zu verarbeiten und die Ladung entsprechend zu steuern. Aber darum kümmern wir uns natürlich.
Ein dynamischer Tarif ist ideal für Haushalte, die große Verbraucher flexibel steuern können oder einen Speicher besitzen. Wenn Sie ein Elektroauto laden oder eine Wärmepumpe betreiben, ist das Einsparpotenzial am größten, da Sie diese großen Verbraucher gezielt in die günstigen Preisphasen legen können.
In der Jahresbilanz fahren PV-Besitzer mit dieser flexiblen Strategie oft günstiger als mit starren Tarifen.
Machen Sie sich unabhängig von starren Preisen und nutzen Sie die Volatilität des Marktes für sich. Die Solarhelden von stn aus Schleswig vernetzen Ihre Photovoltaikanlage intelligent mit dynamischen Tarifen und modernen Speichersystemen. Mit 30 Jahren Erfahrung sorgen wir dafür, dass Sie immer dann Strom beziehen, wenn er am günstigsten ist. Starten Sie Ihr Heldenprojekt für maximale Effizienz und Kosteneinsparung.
Im Gegensatz zu klassischen Festpreistarifen orientiert sich ein dynamischer Stromtarif an den aktuellen Preisen der Strombörse (EPEX Spot). Die Strompreise ändern sich hierbei meist stündlich oder viertelstündlich. Kunden zahlen den aktuellen Börsenpreis zuzüglich Steuern und Netzentgelten. Bei viel Wind oder Sonne können die Preise so extrem sinken oder sogar negativ werden.
Die Kombination gleicht saisonale Schwankungen aus. Im Sommer versorgt die Photovoltaikanlage das Haus fast vollständig mit kostenlosem Solarstrom. Im Winter, wenn die PV-Anlage weniger produziert, kann durch den dynamischen Tarif dann Strom aus dem Netz bezogen werden, wenn er am günstigsten ist – etwa in stürmischen Herbstnächten mit viel Windstrom im Netz.
Ein Stromspeicher ist nicht zwingend notwendig, automatisiert das Sparen aber enorm. Ohne Speicher muss der Stromverbrauch (z. B. Wäsche waschen) manuell in günstige Zeiten verlegt werden. Mit einem Stromspeicher und einem intelligenten Energiemanagement-System (HEMS) lädt der Akku in günstigen Preisphasen nachts automatisch Netzstrom und stellt ihn tagsüber zur Verfügung.
Ein dynamischer Tarif lohnt sich vor allem für Haushalte mit großen, flexibel steuerbaren Stromverbrauchern. Wer ein Elektroauto lädt, eine Wärmepumpe betreibt oder einen eigenen Stromspeicher besitzt, kann seinen Verbrauch gezielt in die günstigen Tages- und Nachtzeiten verlegen und so die Stromkosten auf ein Minimum senken.
Grundvoraussetzung für die stundengenaue Abrechnung ist ein intelligentes Messsystem, das sogenannte "Smart Meter Gateway". Zudem müssen Wechselrichter und Stromspeicher der PV-Anlage mit dem Tarif kommunizieren können, um Lade- und Entladezyklen an die Preissignale des Stromanbieters anzupassen.
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