Der Solarspeicher|Tresor für Wärmeenergie

Der Speicher einer Solaranlage hat prinzipiell drei Funktionen: Erstens soll er warmes Wasser bereiten, zweitens eine Pufferfunktion bieten, um das erwärmte Wasser zu bevorraten, und drittens muss er verhindern, dass die gewonnene Wärme an die Umgebung verloren geht.

Brauchwasserbereitung

Im Allgemeinen werden für die solare Brauchwasserbereitung emaillierte Stahlspeicher verwendet. Eine schlanke und säulenförmige Bauweise sorgt dabei für eine stabile Wärmeschichtung.
Wenn im oberen Teil des Speichers warmes Wasser entnommen wird, strömt im unteren Teil Frischwasser nach. Dieses wird durch den unteren Wärmeübertrager von der Solaranlage erwärmt und steigt dann in den oberen Bereitschaftsteil auf. Dort wird es, nur falls nötig, vollautomatisch von einer konventionellen Nachheizung über den oberen Wärmetauscher auf die gewünschte Temperatur gebracht. Schlechtes Wetter bedeutet also nicht, dass das Duschwasser kalt bleibt.
Der untere Teil des Speichers wird durch die obere Nachheizung nicht berührt und bleibt so immer für die Lieferung und Speicherung von Solarenergie reserviert.

In der Regel ist die Wärmedämmung eines Solarspeichers dicker und besser ausgeführt, als die eines herkömmlichen Brauchwasserspeichers. Besonders im Bereich des Deckels sollte auf eine gute Isolierung geachtet werden, weil sich hier die heißeste Zone bildet. Deswegen sollten sich auch keine Rohranschlüsse im obersten Speicherbereich befinden, um Wärmeverluste zu vermeiden.

Heizungsunterstützung

Bei einer Solaranlage mit Heizungsunterstützung werden in der Regel Kombispeicher verwendet. Diese sind großvolumig und vereinen zwei Systeme in sich: Einerseits dienen sie als Energiespeicher für die Heizungsanlage, andererseits ermöglichen sie eine Brauchwasserbereitung mit automatischer Nachheizung. Diese erfolgt in der Regel in einem innenliegenden Frischwassertank oder einem Rohrschlangensystem im oberen Speicherteil. Auch hier wird nur bedarfsgerecht und sparsam nacherwärmt wobei der untere Speicherteil wieder ausschließlich der Solaranlage zur Verfügung steht.

Eine Untervariante ist der Pufferspeicher mit externer Frischwasserstation. Hier wird das Brauchwasser in einem externen Plattenwärmetauscher im Durchflussprinzip auf die gewünschte Temperatur gebracht. Dadurch wird ein höchstmöglicher Legionellenschutz erreicht. Diese Anlagen finden daher am häufigsten in Mehrfamilienhäusern, Krankenhäusern und Pflegeheimen ihren Einsatz.

Je nach Anlagenvariante übernehmen die Puffer- oder Kombispeicher zusammen mit einem intelligenten Regelsystem auch die Funktion eines "Wärmemanagers". Alle möglichen Wärmelieferanten, wie beispielsweise die Solaranlage, ein Kaminofen mit Wassertasche und auch die konventionelle Heizanlage, können gleichzeitig angeschlossen und geregelt werden. So kommt die alte Ölheizung nur noch dann zum Zuge, wenn weder die Solaranlage, noch der wasserführende Kaminofen ausreichend Wärme liefern.